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Die Liszt Ferenc Statue

Liszt Ferenc war die vielseitigste Führungspersönlichkeit des Musiklebens der Romantik im 19. Jahrhundert, ein geistiger Anführer seiner Zeit und eines der größten Klaviervirtuosen aller Zeiten. Er hatte die Musikliteratur durch die Schaffung einer neuen musikalischen Form bereichert. Er hatte vieles für seine Heimat Ungarn getan. Sein Anliegen war, die Schätze der Kultur und die Schönheit der Natur in seine Werke eingebettet den Zuhörern wieder zukommen zu lassen. Liszt war ein Wunderkind, sein Vater wurde bereits sehr früh auf die besonderen musikalischen Fähigkeiten seines Sohnes aufmerksam. Der Junge trat zuerst mit neun Jahren vor die Öffentlichkeit, er führte seine Kunst in einem unabhängigen Konzert vor. Er hatte Jahrzehnte in Europa verbracht und war dreizehn Jahre lang Hofkomponist in Weimar. Er war einer der Begründer der 1875 errichteten Budapester Musikakademie und auch deren erster Dozent. Die letzten anderthalb Jahrzehnte werden im Leben von Franz Liszt erneut als äußerst fruchtbar verzeichnet. Er verstarb an einer Lungenentzündung im Jahre 1886 in Bayreuth. Hier wurde er auch begraben.
Das Werk des Bildhauers Imre Varga, die Franz Liszt Statue sieht von dem auf die Promenade gehenden Balkon des Bischofspalastes hinunter. Die Zinnplastik erinnert an den Besuch des berühmten Künstlers vom 24. Oktober 1846, als er hier Gast des Pécser Bischofs war. Hier komponierte er seine als "Esztergomer Messe" bekannt gewordene Komposition, sowie für den Pécser Gesangverein sein erstes ungarisches für Männerchöre geschriebenes Werk. Die Gestalt von Franz Liszt sieht in die Richtung des Pécser Doms, laut der Sage deswegen, damit "er das Geläut der Glocken der Basilika hören kann, um dadurch inspiriert zu werden".
Das erste große Werk von Imre Varga, des Schöpfers dieser Statue war die 1965 vorgestellte Arbeit "Prometheus", er war jedoch mit seiner 1972er Tihanyer Ausstellung in das allgemeine Bewusstsein getreten. Das wichtigste Merkmal seiner Bildhauerkunst ist, dass er seine Helden in zwischenmenschliche Situationen setzt, sowie dass er ihre alltäglichen Züge hervorhebt. Seine zentralen Figuren sind hervorragende Gestalten der Geschichte, der ungarischen Kultur und der Kunst, so zum Beispiel Ferenc Rákóczi II, Miklós Radnóti, Béla Bartók und auch Franz Liszt.