Pécs2010 Kulturhauptstadt Europas
DruckversionDie multikulturelle Stadt Pécs
In der Vergangenheit lagerten sich hier lateinische, türkische, deutsche, kroatische und ungarische kulturelle Schichten aufeinander ab, wobei die Stadt heute der wichtigste Ort für deutsche, kroatische und Roma Kultur in Ungarn ist. Heute fungieren hier neun Selbstverwaltungen von Minderheiten (die deutsche, roma, kroatische, serbische, bulgarische, polnische, griechische, ukrainische und ruthenische). Pécs ist heute die wichtigste Stadt der Ungarndeutschen-Kultur. Pécs ist die einzige ungarische Stadt, in der es - angefangen vom Kindergarten bis hin zur Universität, auf allen Ebenen der Schulausbildung - Unterricht in Zigeunersprache gibt.
In Pécs und in ihrer Region fand und findet die Berührung von im allgemeinen nicht miteinander verkehrenden Kulturen statt, die von West-Europa und die des Balkans, der deutschen und der türkischen. Der frühere deutsche Name dieses Gebietes - Schwäbische Türkei - zeugt gerade von dieser ungewohnten kulturellen Berührung. Die kulturellen Schichten der Stadt haben sich in eigenartiger Reihenfolge aufeinander abgelagert: Die Kultur von Pécs war zuzeiten der Universitätsgründung (1367) lateinisch, im 17. Jahrhundert türkisch, Ende des 18. Jahrhunderts deutsch und lateinisch, und im 20. Jahrhundert namentlich ungarisch. Wer durch die Innenstadt bummelt, schreitet durch eine Vielfalt kultureller- und Zeitzonen. Die auf dem Hauptplatz zu sehende Dschami stammt aus der türkischen Zeit und dient heute als katholische Kirche. Das Miteinanderleben der Kulturen wird durch den türkischen Halbmond und dem katholischen Kreuz an der Kuppel der Dschami am verständlichsten symbolisiert.
Diese eigenartige kulturelle Zusammensetzung ist aber nicht allein beim architektonischen, sondern ebenso beim geistigen und künstlerischen Erbe merkbar. Und nicht zuletzt bei der Mentalität der hier lebenden Menschen, denen die Offenheit und das Aufnehmen fremder Kulturen eine natürliche Sache ist. Durch diese Mentalität wird Pécs im wahrsten Sinne des Wortes multikulturell. Das ist auch der Grund dafür, dass aus aller Welt Studenten an die Universität der Stadt kommen, und man spürt, dass sie nicht nur hier studieren, sondern zu aktiven Mitgliedern der Stadt werden.
Besonders kräftig erlebt man die Vielfarbigkeit der Kulturen zurzeit solchartiger Festivals, wie das Erbgutfestival, das Pécser Frühlingsfestival, das Internationale Volkstanztreffen, oder gar zu den Künstlerischen und Gastronomischen Wochen. Während dieser Veranstaltungen ist auf den Konzerten der verschiedensten Stilrichtungen, sowie anhand der Weine des Mecsek- und Villány-Gebirges und auch an den Speisen der nationalen Küchen erst wahrhaft verständlich, was es mit der Multikulturalität von Pécs auf sich hat.
In Pécs und in ihrer Region fand und findet die Berührung von im allgemeinen nicht miteinander verkehrenden Kulturen statt, die von West-Europa und die des Balkans, der deutschen und der türkischen. Der frühere deutsche Name dieses Gebietes - Schwäbische Türkei - zeugt gerade von dieser ungewohnten kulturellen Berührung. Die kulturellen Schichten der Stadt haben sich in eigenartiger Reihenfolge aufeinander abgelagert: Die Kultur von Pécs war zuzeiten der Universitätsgründung (1367) lateinisch, im 17. Jahrhundert türkisch, Ende des 18. Jahrhunderts deutsch und lateinisch, und im 20. Jahrhundert namentlich ungarisch. Wer durch die Innenstadt bummelt, schreitet durch eine Vielfalt kultureller- und Zeitzonen. Die auf dem Hauptplatz zu sehende Dschami stammt aus der türkischen Zeit und dient heute als katholische Kirche. Das Miteinanderleben der Kulturen wird durch den türkischen Halbmond und dem katholischen Kreuz an der Kuppel der Dschami am verständlichsten symbolisiert.
Diese eigenartige kulturelle Zusammensetzung ist aber nicht allein beim architektonischen, sondern ebenso beim geistigen und künstlerischen Erbe merkbar. Und nicht zuletzt bei der Mentalität der hier lebenden Menschen, denen die Offenheit und das Aufnehmen fremder Kulturen eine natürliche Sache ist. Durch diese Mentalität wird Pécs im wahrsten Sinne des Wortes multikulturell. Das ist auch der Grund dafür, dass aus aller Welt Studenten an die Universität der Stadt kommen, und man spürt, dass sie nicht nur hier studieren, sondern zu aktiven Mitgliedern der Stadt werden.
Besonders kräftig erlebt man die Vielfarbigkeit der Kulturen zurzeit solchartiger Festivals, wie das Erbgutfestival, das Pécser Frühlingsfestival, das Internationale Volkstanztreffen, oder gar zu den Künstlerischen und Gastronomischen Wochen. Während dieser Veranstaltungen ist auf den Konzerten der verschiedensten Stilrichtungen, sowie anhand der Weine des Mecsek- und Villány-Gebirges und auch an den Speisen der nationalen Küchen erst wahrhaft verständlich, was es mit der Multikulturalität von Pécs auf sich hat.

